FEEL | Die längste Nacht – natürliche Autorität in Zeiten der Wintersonnwende
Die längste Nacht – und Deine natürliche Autorität
Die Wintersonnwende wird oft als Wendepunkt gefeiert.
Als Neubeginn.
Als Rückkehr des Lichts.
Ich sehe das etwas multidimensionaler.
Diese Tage können gerade wie in diesem Jahr, in Verbindung mit dem Neumond Aufbrauchsenergie in sich tragen.
Sie sind eine tiefe Einwärtsbewegung –
nicht romantisch, sondern funktional.
Die Lichteinstrahlung ist flach.
Der Körper reagiert.
Das Nervensystem wird weicher, langsamer, durchlässiger.
Das ist kein spiritueller Zustand.
Das ist Biologie.
Und genau darin liegt die Herausforderung und Chance durch eine vier verbundene Haltung.
Die Falle der Durchlässigkeit
Ich bin mit hoher Wahrnehmung aufgewachsen.
Schon früh habe ich gespürt, wie stark äußere Felder wirken können –
gerade dann, wenn alles stiller wird.
Ich habe das nichthinterfragt.
Als Kind haben mich Rituale angezogen.
Nicht, weil sie mir Halt geben sollten,
sondern weil sie mir einen Raum geöffnet haben.
In meinen Spielen bin ich in andere Welten eingetreten.
In Fabeln.
In Elfenreiche.
In Zwischenräume, die sich nicht erklären ließen.
Heute sagen wir dazu: Trance.
Wir messen Gehirnströme, benennen Frequenzen, kartieren Zustände.
Damals war es einfach ein Zustand von tiefer Präsenz.
Ein Bei-mir-Sein, das weit war.
Still.
Und erstaunlich klar.
Ich bin darin nicht weggegangen von mir –
sondern tiefer zu mir hin.
Diese feine Unterscheidung habe ich mir bis heute erhalten.
Präsenz statt Anpassung
Gerade rund um die längste Nacht
wird unser System offener als sonst.
Viele glauben, sie ziehen sich zurück.
In Wahrheit koppeln sie sich oft stärker an das Außen an.
Nicht aus Schwäche.
Sondern weil Durchlässigkeit ohne innere Referenz leicht zur Fremdsteuerung wird.
Diese Zeit lädt nicht dazu ein,
noch etwas zu inszenieren.
Sie lädt dazu ein,
bei Dir zu bleiben,
während alles andere zieht.
Das ist der Kern natürlicher Autorität.
Natürliche Autorität entsteht nicht aus Wissen.
Sie entsteht aus der Fähigkeit,
die eigene innere Achse zu halten.
Sie aus der liebe heraus zu verkörpern und mit Freude zu leben.
Vertikal aufgerichtet.
Wach.
Souverän.
Die Frage nach der Ausrichtung
Rituale können dabei unterstützen.
Oder sie können dich weiter vom Spüren wegführen.
Ein warmer Kakao.
Eine Kerze.
Ein stiller Moment.
All das ist weder richtig noch falsch.
Entscheidend ist nicht die Form,
sondern deine Wahrnehmung.
👉 Wirst Du wacher – oder dumpfer?
👉 Weiter – oder enger?
👉 Bleibst Du bei Dir – oder rutschst du in Gewohnheit?
Manchmal ist es das Stimmigste,
ein Ritual nicht zu machen.
Auch das ist Klarheit.
Auch das ist Autorität.
Vielleicht spürst Du,
dass wir uns an einer Schwelle bewegen.
Ein Zyklus schließt sich.
Ein neuer beginnt.
Nicht als Forderung nach Veränderung,
sondern als Einladung zur Ausrichtung.
Was bleibt, wenn Du nichts hinzufügst?
Was trägt Dich, wenn Du nichts erklärst?
Die längste Nacht gibt Dir keine Antworten.
Sie stellt Dir eine leise Frage:
Kannst Du Deine Präsenz halten,
wenn es still wird?
Wenn ja,
kommt das Licht von selbst zurück.
In Deinem Tempo.
In Deiner Frequenz.
In Deiner natürlichen Autorität.
Sunny Smiles,
Judith